Pflegemodell nach Monika Krohwinkel 

Wir haben uns für das Pflegemodell „Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens (AEDL)" von Monika Krohwinkel entschieden, das an dieser Stelle kurz erläutert wird. 

Monika Krohwinkel sieht Menschen oder Personen als ein „einheitlich Ganzes". Hierbei macht sie keinen Unterschied, ob es sich um den Pflegebedürftigen oder die Pflegeperson handelt, die für M. Krohwinkel in gleichem Maße entwicklungsfähig sind und in ihrer Entwicklung durch eigenverantwortliche Entscheidungen und Handlungen wachsen. Die Begriffsdefinition der Ganzheitlichkeit prägt die deutsche Wissenschaftlerin als gleichwertige Interaktionen in den Bereichen Leben, Gesundheit, Umgebung und Mensch. Ebenso definiert M. Krohwinkel Krankheit und Gesundheit als dynamische Prozesse, die für den Pflegenden als Einschränkungen und Fähigkeiten erkennbar sind. Wohlbefinden und Unabhängigkeit werden hierbei als subjektiv bewertete Teile der Gesundheit angesehen. 

 

Ganzheitliche und aktivierende Pflege im Seniorenpflegeheim
Ursula Frerichs 

Um zu klären was die Begriffe, ganzheitliche Pflege und aktivierende Pflege, für uns und unser pflegerisches Handeln bedeuten, wollen wir zuvor den Begriff „Pflege" definieren. 

„Von Menschen für Menschen“

Pflege ist soziale Dienstleistung von Menschen für Menschen 

Im Zentrum der Pflege stehen also Menschen. 

Menschen die Pflege erhalten und Menschen die Pflege leisten 


Da der Mensch im Mittelpunkt unseres beruflichen / pflegerischen Handelns steht, machen wir uns zunächst ein Bild vom Menschen.
Ein Mensch ist sich seiner selbst bewusst. Er hat ein Bedürfnis, sich selbst zu begreifen und Antworten zu finden auf die Fragen nach: 

Geburt, Leben und Tod, Glück, Freude, Gesundheit

aber auch 

dem Sinn des Lebens

Die Antworten auf die Frage was den Menschen zum Menschen macht, werden von Mensch zu Mensch verschieden ausfallen.
Trotz aller Individualität gibt es wissenschaftliche Antworten auf die Fragen nach der menschlichen Existenz. Dabei sind drei Sichtweisen zu unterscheiden. 

  • die medizinisch / naturwissenschaftliche Sichtweise
  • die geisteswissenschaftliche Sichtweise
  • die sozialwissenschaftliche Sichtweise

 Aus den Ergebnissen dieser drei Betrachtungsweisen des Menschen haben wir unser Menschenbild entwickelt.

 

Unser Menschenbild

Wir sehen den Menschen, den wir pflegen und betreuen und uns selbst, als Ganzheit. Als körperliches, geistig-seelisches und soziales Wesen. 
 

„Gemeinschaft, Lebensfreude, familiär ...“

Ganzheitliche Pflege

Für unsere pflegerische Dienstleistung resultiert aus dieser Sicht, dass Pflegebedürftigkeit nicht den Körper, oder die Psyche, oder den Geist allein betrifft. Es sind immer der Körper, die Psyche und der Geist pflegebedürftig und das soziale Umfeld, die Integration in eine soziale Gemeinschaft ist ein äußerst wichtiger Faktor für die Erhaltung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten.

Unsere ganzheitliche Pflege umfasst also Körper, Psyche und soziales Umfeld des Menschen und achtet auf deren wechselseitige Beziehungen.
Bei der Erfassung der Pflegebedürftigkeit achten wir auf Störungen oder Defizite auf allen drei Ebenen.
Bei der Planung und Ausführung von Pflegetätigkeiten nutzen wir alle drei Ansatzpunkte aus. Jedes unserer Angebote spricht den Bewohner in körperlicher, psychischer und sozialer Weise an.
Auch unsere Kommunikation mit dem Pflege empfangenden Bewohner vollzieht sich auf allen drei Ebenen.  

„Hilfe zur Selbsthilfe“

Aktivierende Pflege

Wo beginnt nun Pflege? Wo ist Pflege notwendig?

Es ist richtig, dass die meisten Menschen durch eine Erkrankung, oder durch den normalen Alterungsprozess pflegebedürftig werden. Pflege ist für uns aber viel umfassender.
Damit unsere Bewohner selbstbestimmende Persönlichkeiten bleiben, beginnen wir mit unserer Pflege bei ihrer Gesundheit. Gesundheit muss immer wieder und jederzeit erhalten und neu erarbeitet werden. Hier setzt unsere aktivierende Pflege an.
Unsere Pflege besteht aus Handlungen, die auf Krankheit bezogen, durch eine Krankheit oder Behinderung bedingt sind und aus Handlungen, die auf die Erhaltung der Gesundheit, auf die Wiedererlangung verloren gegangener Fähigkeiten zielen.

Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Der Bewohner lernt durch unsere Pflege seine Krankheit zu überwinden, seine Behinderung selbst auszugleichen, seine verloren gegangene Fähigkeit wieder zu erlangen.

Bei unserer aktivierenden Pflege ist der pflegeempfangende Bewohner selbst aktiv beteiligt und empfindet die Pflege nicht als Abhängigkeit, oder gar als Demütigung.
Er fühlt sich von der Pflege begleitet.

Wie eingangs schon gesagt, steht im Zentrum, die Pflege der Menschen. Pflege beinhaltet also stets, dass zwei, oder mehr Menschen in Beziehung treten. 

 

Beziehungen

Die Qualität unserer Beziehungen zu den zu pflegenden Bewohnern entscheidet ebenso über den Erfolg unserer Pflege wie unser fachliches Wissen und Können.
Ein wesentlicher Teil unserer pflegerischen Arbeit ist Beziehungsarbeit.

Wir schaffen Vertrauen und wahren Diskretion. Wir zeigen Beherrschung, haben Geduld und strahlen Hoffnung und Zuversicht aus. Wir vermeiden, bei aller empfundenen Verantwortung und Zuneigung zu unseren Bewohnern, Distanzverlust.
Wir wissen um die wechselseitige Abhängigkeit von Pflegenden und Pflegebedürftigen. Wir bauen auf die Chancen in dieser Beziehung, auf Akzeptanz und gleichberechtigte Partnerschaft im Pflege- und Genesungsprozess.

Pflege ist ein Dienstleistungsberuf, sie muss sich wie jede andere Dienstleistung dem Markt stellen und den Bedürfnissen des Kunden, des Pflegebedürftigen entsprechen. 

Um diesem gerecht werden zu können haben wir uns für das Pflegemodell „Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens (AEDL)" von Monika Krohwinkel entschieden, sowie ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 implementiert.

Am Holling 2
26388 Wilhelmshaven
Tel.: 0 44 23 / 99 11 53
E-Mail: info@frerichs-whv.de

Wir informieren Sie gerne telefonisch über freie Pflegeplätze in unserem Haus!

 

Wir suchen Sie!

Zur Verstärkung unseres jungen Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:

- Pflegefachkraft m/w
  Vollzeit: 173 Std.
- Pflegeassistentin m/w
  Vollzeit: 173 Std.
- Küchenhilfe w
  Teilzeit: 80-120 Std.
  (Kochkenntnisse erwünscht)

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung!

 

Beachten Sie auch:

Frerichs ambulante Pflegedienste